{"id":4693,"date":"2018-12-07T07:09:59","date_gmt":"2018-12-07T06:09:59","guid":{"rendered":"https:\/\/new.set-toleranz.ch\/?page_id=4693"},"modified":"2019-02-21T09:57:36","modified_gmt":"2019-02-21T08:57:36","slug":"toleranz-box","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.set.ch\/it\/projekte\/toleranz-box\/","title":{"rendered":"Toleranz Box"},"content":{"rendered":"<p>Die T-BOX unterst\u00fctzt Fachpersonen aus dem Fr\u00fchbereich mit konkreten Materialien und einer F\u00fclle von Ideen, um mit Kindern \u00fcber Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu sprechen und diese erfahrbar zu machen. Aufmerksame, geschulte Fachpersonen k\u00f6nnen durch ihr Verhalten jungen Kindern einen offenen, respektvollen Umgang nahe bringen und eine Basis f\u00fcr couragiertes soziales Verhalten legen. In einer Weiterbildung k\u00f6nnen sie sich vertieft mit dem Thema Toleranz auseinandersetzen und weitere Impulse f\u00fcr ihre Arbeit und den Einsatz der T-BOX erhalten.<\/p>\n<p><strong>Ab welchem Alter erwerben Kinder Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen und Kompetenzen im Umgang mit Konflikten?<\/strong><br \/>\nDie Grundlagen daf\u00fcr werden in vielen allt\u00e4glichen Situationen ganz fr\u00fch im Leben eines Menschen gelegt. Die Erfahrungen der ersten Lebensjahre bilden die Basis f\u00fcr sp\u00e4tere Verhaltensmuster und Einstellungen. Deshalb ist ein bewusster, sorgf\u00e4ltiger Umgang mit Vielfalt in Spielgruppen und Kindertagesst\u00e4tten enorm wichtig. Hier kommt die \u201eToleranz-Box\u201c ins Spiel. Die T-BOX wurde &#8211; unterst\u00fctzt von einer \u00fcberregionalen, gut abgest\u00fctzten Expertengruppe &#8211; vom Marie Meierhofer Institut f\u00fcr das Kind in Zusammenarbeit mit zwei Kindertagesst\u00e4tten entwickelt und getestet. Sie enth\u00e4lt vielf\u00e4ltige Materialien, ein p\u00e4dagogisches Handbuch mit vertiefenden Informationen zum Umgang mit dem Thema Vielfalt im Fr\u00fchbereich und eine Ideensamm- lung zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema Vielfalt f\u00fcr Kindertagesst\u00e4tten und Spielgruppen. Das MMI bietet auch Weiterbildungen f\u00fcr Fachpersonen zum Umgang mit Vielfalt und dem Einsatz der Box an.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/new.set-toleranz.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/image-004.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4732 size-full\" src=\"https:\/\/new.set-toleranz.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/image-004.jpg\" alt=\"\" width=\"420\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/www.set.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/image-004.jpg 420w, https:\/\/www.set.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/image-004-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Welche Einstellungen und Verhaltensweisen Kinder erwerben, h\u00e4ngt wesentlich davon ab, wie ihre Be- zugspersonen Vielfalt und Konflikte thematisieren, bewerten, selber damit umgehen und die Kinder beim Erwerb entsprechender Kompetenzen unterst\u00fctzen. Bereits S\u00e4uglinge und Kleinkinder nehmen Unterschie- de und Gemeinsamkeiten zwischen Menschen wahr. Neugier und Vorsicht sind als gesunde Reaktionen auf Fremdes ganz fr\u00fch zu beobachten. \u201eVorgelebte\u201c Angst vor Fremden und Ablehnung von Differenzen wirken sich nachhaltig darauf aus, welche Konzepte Kinder von sich selbst und von anderen Menschen aufbauen.<\/p>\n<p><strong>Von der Idee zur Entwicklung und dem Vertrieb der T-BOX<\/strong><br \/>\nRonnie Bernheim, der Pr\u00e4sident der SET (Stiftung Erziehung zur Toleranz) und Ehrenpr\u00e4sident der GRA (Stif- tung Gegen Rassismus und Antisemitismus) initiierte und begleitete zahlreiche Schweizer Projekte gegen Ausgrenzung. Viele davon f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie im Rahmen \u00f6ffentlicher Kampagnen gegen Gewalt und Ausgrenzung jeglicher Art. Dabei reifte die Erkenntnis, dass die Unterst\u00fctzung von empathi- schem Verhalte und Zivilcourage n\u00f6tig ist, bevor Kinder in die Schule gehen. Inklusion, Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen und etwas Mut zum Eingreifen m\u00fcssten bereits die Kleinsten \u2013 altersgerecht \u2013 in der Gruppe erfahren. Er stellte sich die Frage, wie Gelegenheiten zum Erlernen dieser Kompetenzen geschaffen und genutzt werden k\u00f6nnten. Er gr\u00fcndete eine Projektgruppe aus Mitgliedern von SET und GRA und gewann das renommierte Marie Meierhofer Institut f\u00fcr das Kind f\u00fcr die \u00dcbernahme eines Entwicklungsauftrags in enger Zusammen- arbeit mit Kindertagesst\u00e4tten und einer breit abgest\u00fctzten Begleitgruppe. Die ausgezeichnete Zusammen- arbeit und der Erfahrungsschatz aller Projektpartner f\u00fchrte zur Entwicklung, Erprobung und Fertigstellung der T-BOX. M\u00f6glich war dies nicht zuletzt dank der finanziellen Unterst\u00fctzung der Eidgen\u00f6ssischen Fachstel- len gegen Rassismus und education21 sowie der GRA.<br \/>\nDie Verbreitung und der Vertrieb der T-BOX kann sich auf das Netzwerk des MMI, zu dem u.a. kibesuisse und die IG Spielgruppe Schweiz geh\u00f6ren, sowie auf die beiden Stiftungen SET und GRA abst\u00fctzen. Das MMI ist prim\u00e4r f\u00fcr Schulung und Coaching von Fachpersonen in Kindertagesst\u00e4tten, Spielgruppen und Familien- zentren, die SET f\u00fcr Organisatorisches und Finanzielles zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p><strong>Programmangebot<\/strong><br \/>\nDie T-BOX unterst\u00fctzt Fachpersonen aus dem Fr\u00fchbereich mit konkreten Materialien und einer F\u00fclle von Ideen, um mit Kindern \u00fcber Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu sprechen und diese erfahrbar zu ma- chen. Aufmerksame, geschulte Fachpersonen k\u00f6nnen durch ihr Verhalten jungen Kindern einen offenen, respektvollen Umgang nahe bringen und eine Basis f\u00fcr couragiertes soziales Verhalten legen. In einer Wei- terbildung k\u00f6nnen sie sich vertieft mit dem Thema Toleranz auseinandersetzen und weitere Impulse f\u00fcr ihre Arbeit und den Einsatz der T-BOX erhalten.<\/p>\n<p><strong>Toleranz wecken &#8211; in den Lebenswelten junger Kinder<\/strong><br \/>\nHeute kommen viele Kinder in Kindertagest\u00e4tten und Spielgruppen mit Kindern aus Familien mit ganz un- terschiedlichen Sprachen und kulturellen sowie religi\u00f6sen Hintergr\u00fcnden zusammen. Vielfalt \u00e4ussert sich aber auch in individuellen Eigenschaften wie etwa dem Temperament oder den F\u00e4higkeiten und Interessen. Jedes Kind erlebt sich dabei selbst in unterschiedlichem Mass als zugeh\u00f6rig oder als fremd. Verhaltensmus- ter wie R\u00fcckzug, Dominanz, Aggression oder Gef\u00fchle wie Trauer, Ohnmacht, Unterlegenheit pr\u00e4gen sich tief ein. Aber auch gegenseitiges Interesse und Freude am Zusammensein hinterlassen nachhaltige Spuren in der Identit\u00e4tsentwicklung und im Verhalten. Wichtig ist zudem sich zu vergegenw\u00e4rtigen: Kleine Kinder lernen im Spiel und Spielen beim Lernen. Und dies noch weitgehend ohne Leistungsdruck.<\/p>\n<p><strong>Macht ein Kind in jungen Jahren positive Erfahrungen mit Vielfalt, lernt es, diese als selbstverst\u00e4ndlich zu sch\u00e4tzen.<\/strong><br \/>\nEs \u00fcbt sich zudem im empathischen Umgang mit anderen Menschen aber auch in gesunder Ab- grenzung zu ihnen. Konzepte von sich und von anderen sowie Verhaltensmuster, die sich auf die Bewertung und auf den Umgang mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden auswirken, werden wesentlich in den ers- ten Lebensjahren erworben. All dies ist f\u00fcr das gute Funktionieren einer individuell und kulturell reichhalti- gen Gesellschaft hoch bedeutsam.<\/p>\n<p><strong>Weiterbildung und Qualit\u00e4tssicherung<\/strong><br \/>\nErfahrungen und R\u00fcckmeldungen in der Entwicklungs- und Testphase der T-BOX haben gezeigt, dass in der Praxis der Wunsch nach einer Weiterbildung zum Thema \u201eVielfalt in der Kita und in der Spielgruppe entde- cken und erleben\u201c besteht. Das MMI bietet begleitend zur Verbreitung der T-BOX am Marie Meierhofer Institut f\u00fcr das Kind oder vor Ort in Kindertagesst\u00e4tten und Koordinationsstellen f\u00fcr Spielgruppen einen entsprechenden Kurs an. Zur Qualit\u00e4tssicherung sollen der Einsatz und der Nutzen der T-BOX im Rahmen einer Master- oder Projektarbeit am MMI evaluiert werden.<\/p>\n<p><strong>Gesucht: Finanzierungspartner<\/strong><br \/>\nDie T-BOX steht zum Einsatz und zur Verbreitung bereit. Wir suchen Partner\/innen f\u00fcr die Multiplikation. Da die meisten Kindertagesst\u00e4tten und Spielgruppen finanziell nicht in der Lage sind, die vollen Kosten der T-BOX und der dazugeh\u00f6renden Schulung selber zu tragen, sind Finanzen f\u00fcr die Verg\u00fcnstigung von Mate- rialien und Vertrieb der T-BOX sowie f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Weiterbildungen unerl\u00e4sslich. Die Lancie- rung ist vorerst in der Deutschschweiz vorgesehen. Hier gibt es ungef\u00e4hr 3000 Kitas und Spielgruppen. Zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt werden f\u00fcr die sprachlichen und kulturellen Anpassungen f\u00fcr die Romandie und das Tessin weitere Finanzierungsm\u00f6glichkeiten gesucht.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr Fragen zur T-BOX und zur Weiterbildung wenden Sie sich an die Fachexpertin:<\/strong><br \/>\nDoris Frei, Marie Meierhofer Institut f\u00fcr das Kind, 044 205 52 20, frei@mmi.ch<\/p>\n<p><strong>Wenden Sie sich f\u00fcr Partnerschaften und Kooperationen an den Projektleiter:<\/strong><br \/>\nSET, Stiftung Erziehung zur Toleranz, Urs Urech, 079 374 64 74, mail@urs-ure.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die T-BOX unterst\u00fctzt Fachpersonen aus dem Fr\u00fchbereich mit konkreten Materialien und einer F\u00fclle von Ideen, um mit Kindern \u00fcber Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu sprechen und diese erfahrbar zu machen. 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